Die Lesungen & Veranstaltungen
des Autor:innenkreises Linz
werden ermöglicht mit
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Fotocredit: Bianca Hillinger, PG Studios Linz
„O Kapitän! Mein Kapitän! Die grause Fahrt ist aus,
Dein Schiff hielt jedes Wetter aus und trägt den Preis nach Haus.“
– Walt Whitman
Nachruf auf Erich Josef Langwiesner
(1950 - 2026)
Kriegsnah
weinen und
arbeiten
in zeiten neuen
mordens
wo hand
schlag verträge
übereinkommen
weggebombt
wo menschen
rechte errungen
schaften leben
ausgerottet
heimstätten
geists erb
ausradiert
niedergemetzelt
unterworfene
bittsteller kampf
verzweifelte wie
krieger
alter geschichte zu
spielen
und untergang
(ejl. 2022)
Erich Josef Langwiesner ist im 76. Lebensjahr verstorben.
Ein großer Humanist hat am Sonntag, 31. Mai 2026, um 1 Uhr nachts für immer die Augen geschlossen.
Das Gedicht „kriegsnah“, verfasst im Februar 2022, als Russland die Ukraine mit Krieg überzog, steht exemplarisch für Erichs Eintreten für Menschlichkeit und Frieden. Er war stets am Puls der Zeit und ein genauer Beobachter der Welt im Großen und im Kleinen. Dabei begnügte er sich aber nicht damit, nur hinzuschauen, sondern er legte in seinem literarischen Schaffen die Finger auf die Wunden, die Menschen anderen Menschen schlagen, und benannte Unrecht präzise und gnadenlos. Ebenso war Erich ein ständiger Mahner für die Bewahrung unseres Lebensraumes, da wir nur diese eine Erde haben, und er setzte sich dafür politisch als Gemeinderat in Gmunden ein.
Sein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn mag in seinem holprigen Start ins Leben seinen Ursprung haben – 1950 in Wels geboren, verbrachte er seine ersten zwei Lebensjahre im Säuglingsheim Stadl-Paura. Erst als Karl und Crescentia Langwiesner ihn adoptierten, bekam er ein liebevolles Zuhause mit viel Nestwärme.
Erich Josef Langwiesner hatte ein großes Herz, in dem viel Platz für Menschen – besonders seine Lebensgefährtin Renate Perfahl – und die Kunst war. Seine große Liebe galt der Schauspielerei. Seine Eltern hatten keine Einwände gegen den Berufswunsch. Sein Vater, erzählte Erich gerne, habe ihm nur zwei Bedingungen gestellt: „Mache etwas aus dir und liege uns nicht auf der Tasche.“ Beide hat Erich erfüllt.
Nach seiner Ausbildung am Mozarteum in Salzburg war er auf verschiedenen Bühnen in Deutschland tätig. In Aachen gründete er das Theater „K“, in dem er regelmäßig Regie führte. Nach der Rückkehr nach Österreich heiratete er und wurde Vater eines Sohnes. Die Ehe wurde später geschieden, Sohn Julian lebt in Wien.
Ab 1987 war Erich 30 Jahre lang festes Ensemblemitglied am Linzer Landestheater und brillierte dabei in unzähligen Rollen – von Kaiser Franz Josef II. bis hin zu Elizas Vater Alfred P. Doolittle in „My fair Lady“. Auch in Linz war er Mitgründer eines Theaters – „M23“ – und führte dort 20 Jahre lang Regie. Seine spätere Lebensgefährtin Renate Perfahl war damals seine Assistentin.
Seit seiner Pensionierung war er freischaffend als Schauspieler tätig – unter anderem beim Léhar-Festival in Bad Ischl. Aber auch sein
musikalisches Talent lebte er aus, und zwar beim Gmundner Kammerchor, dessen Obmann er war.
Früh unternahm Erich auch schon seine ersten schriftstellerischen Gehversuche. 1984 veröffentlichte er das Buch „Da war der Teufel los – Sagen für Kinder“. Im Jahr 2000 folgte mit „Spots: Gedichte aus 25 Jahren“, der erste Lyrikband.
Ab dem Jahr 2017 fand Erich im Schriftenstandverlag (damals noch Verlag Nina Roiter) seine literarische Heimat und veröffentlichte im Jahresrhythmus Bücher, in denen er mit seiner ausgefeilten und zupackenden Lyrik alle Aspekte des Lebens kommentierte, kritisierte, aber auch hin und wieder seine romantische Ader durchblitzen ließ.
Zuletzt veröffentlichte Erich 2025 autobiografische Prosaerzählungen mit dem Titel “Das schwarze Segel“, in denen er auf seine Kindheit in Gmunden zurückblickt. Im Gespräch mit den Oberösterreichischen Nachrichten verriet er, was ihn beim Schreiben antreibt. „Es ist ein Ausleuchten von verborgenen Winkeln in mir. Auf der Bühne fühle ich mich dem Publikum verpflichtet. Beim Schreiben geht es mir nur um mich selbst. Das ist etwas ganz anderes, aber genauso schön.“
Seit seiner Pensionierung im Jahr 2017 setzte sich Erich Josef Langwiesner als langjähriger Obmann des Linzer Autor:innenkreises ehrenamtlich noch intensiver für die Mitglieder des Vereins und die Literaturszene insgesamt in Oberösterreich ein. Seine gute Vernetzung mit handelnden Personen in Stadt und Land waren da sehr hilfreich.
Acht bis neun Lesungen veranstaltete der Autor:innenkreis unter Erichs Federführung jährlich – und fast immer war er mit dabei, um zu moderieren, selbst literarische Texte zu präsentieren und eine Lanze für das qualitativ hochwertige literarische Schaffen im Land zu brechen, das abseits der Scheinwerfer der sogenannten „Hochkultur“ wächst und gedeiht – für die literarischen Nahversorger sozusagen.
Ein so vielfältiges Engagement verdient Anerkennung.
2009 erhielt Erich die Kulturmedaille des Landes Oberösterreich und 2025 das Silberne Verdienstzeichen der Stadt Gmunden.
Mit Erich Josef Langwiesner verliert die Kulturszene in Linz und Oberösterreich einen großen Schauspieler und Autor, vor allem aber einen Menschen, der das Herz am rechten Fleck hatte. Wir verlieren ein Vorbild und einen Freund.
Unser tiefes Mitgefühl gehört seiner Partnerin Renate Perfahl und allen Angehörigen.
Zuletzt sei mir auch noch eine persönliche Anmerkung erlaubt.
Unsere Gespräche hat Erich oft mit einem bekannten Zitat aus Friedrich Schillers „Die Räuber“ begonnen: „Hermann, mein Rabe.“
Lieber Erich: „Ja, ich bin‘s, Hermann, dein Rabe.“ Wir werden im Linzer Autor:innenkreis dein Andenken und die Literatur hochhalten.
Für den Linzer Autor:innenkreis
Hermann Knapp, Obmannstellvertreter
Das Schlusswort gehört Erich Josef Langwiesner:
a so a glick
g'storm wonnst'
schon warst
brauchadst de
gonze
bledlarei mit da
liab und vastond
mit rücksicht und dreinhaun
mit da zeit und
da ewigkeit
nimma durchs
universum
schleppen
kappaden
da schwoaze
löcher wia sülba
fischal oiss aus
da haut und de boana aus da
söl wia ausn
hiarn ohne
schmerz und
an g'fühl
kunntst da de
gonze liagarei
und oiss ondare
daspoarn
zan ibalebn
(ejl, 2026)
Vorschau
auf kommende
Lesungen & Veranstaltungen
des
Autor:innenkreises Linz
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SAVE THE DATE!
9. Juni 26, 19:30 Uhr
Lesung in der
Galerie Lukas Johannes Aigner
4040 Linz, Fiedlerstrasse 4
Aus traurigem Anlass geben wir folgende Änderung bekannt:
Es lesen die Autorinnen Susanne Huber, Brigitta Huemer und Claudia Taller.
Anstelle von Obmann Erich Josef Langwiesner, der gestern von uns gegangen ist, werden Ursula Hirtl und Hermann Knapp Passagen aus seinem letzten Buch rezitieren.
Musik: Victoria Wall, Cello
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AUTOR:INNENKREIS LINZ
LESUNGEN FRÜHJAHR 2026
12.02.26 Stifterhaus: „Valentinslesung“ 19:30 Uhr 4020 Linz, Adalbert-Stifter-Platz 1
Lesende: Ilse Bachl, Ursula Hirtl, Nina Altmüller, Stephen Sokoloff
Musik: Evelyne Leeb, Saxophon
04.03.26 Café Traxlmayr “Lesung zum Weltfrauentag“
19.30 Uhr 4020 Linz, Promenade 16
Lesende: Ilse Bachl, Brigitta Huemer, Renate Perfahl,
Sandra Schopf
Musik: Victoria Wall, Cello
15.04.26 Said Cevic, Teppichgeschäft
18 Uhr 4020 Linz, Pfarrplatz 13
Lesende: Nina Altmüller, Thomas
Schlager-Weidinger, Martina Sens, Britta Srb
Musik: Evelyne Leeb, Saxophon
28.05.26 „Café Viele Leute”
19.30 Uhr 4020 Linz, Pfarrplatz 4
Lesende: Othmar Auberger, Hans Naderhirn, Claudia Taller, Thomas Schlager-Weidinger
Musik: YUMAMA Trommelband
09.06.26 Galerie Lukas Johannes Aigner
19:30 Uhr 4040 Linz, Fiedlerstrasse 4
Lesende: Susanne Huber,
Brigitta Huemer, Hermann Knapp, Erich Langwiesner
Musik: Victoria Wall, Cello
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Rückblick
auf vergangene
Lesungen & Veranstaltungen
des
Autor:innenkreises Linz
Wenn Sie nicht dabei sein konnten, freuen wir uns auf Ihren Besuch bei einer der nächsten Veranstaltungen.
Bei der Lesung am 28. Mai 2026 im „Café Viele Leute”
in Linz lasen die Autoren Othmar Auberger, Hermann Knapp, Hans Naderhirn und Thomas Schlager-Weidinger.
Musikalisch begleitet wurden sie von den Damen der Trommelband YUMAMA.
Unsere Lesung am 15. April 2026 fand in einem ganz besonderen Rahmen statt: im Teppichgeschäft von Said Cevic am Linzer Pfarrplatz inmitten orientalischer Knüpfkunst. Die Autor:innen Nina Altmüller, Martina Sens, Thomas Schlager-Weidinger und Britta Srb wurden
von Evelyne Leeb am Saxophon begleitet.
Nur einer fehlte: Aladdin. ;-)
Die diesjährige Lesung zum Weltfrauentag im Café Traxlmayr am 4. März 2026 stand, wie sollte es anders sein, ganz im Zeichen der Frauen und wurde – mit Ausnahme des männlichen Moderators Erich Josef Langwiesner – ausschließlich von weiblichen Autorinnen und einer Musikerin gestaltet. Mit hochbrisanten, berührenden und den Nerv der Zeit treffenden Texten, begleitet von der bravourösen Cellistin Victoria Wall, bereiteten Ilse Bachl, Brigitta Huemer, Renate Perfahl und Sandra Schopf den Frauen eine Bühne – starken und schwachen Frauen, gewürdigten und entwürdigten Frauen, großdenkenden und kleingemachten Frauen, kurz: allen Frauen, die es verdienen, gesehen und geachtet zu werden.
Die von Sarah Püringer (Stifterhaus) eröffnete und Erich Josef Langwiesner moderierte Valentinstagslesung im Stifterhaus Linz am 12. Februar 2026 war in diesem Jahr dem Motto „Liebesspiele“ gewidmet.
Die lesenden AutorInnen Nina Altmüller, Ilse Bachl, Ursula Hirtl und Walter Lanz (in Vertretung von Stephen Sokoloff) wurden von Evelyne Leeb am Saxofon begleitet.
Die traditionelle Weihnachtslesung fand auch heuer wieder im Café Traxlmayr in Linz statt.
Es lasen Sarah Pfaffeneder und Thomas Schlager-Weidinger, Sandra Schopf und Ingeborg Rauchberger waren leider verhindert und wurden von Obmann-Stellvertreter Hermann Knapp, der die Lesung auch moderierte, und Schriftführerin Ursula Hirtl würdig vertreten.
Als musikalische Begleitung am Saxophon konnte wieder die virtuose Evelyne Leeb gewonnen werden.
Am 28. November 2025 stand wie jedes Jahr eine Lesung im Café Smaragd in der Linzer Altstadt auf dem Programm, bei der die AutorInnen Nina Altmüller, Ursula Hirtl, Susanne Huber und Hans Naderhirn aus ihren Werken lasen.
Musikalisch begleitet wurden sie von Victoria Wall am Cello.
Am 19. Oktober 2025 fand im 20gerhaus Galerie & Atelier in Ried eine Herbstlesung statt. Die AutorInnen Ilse Bachl, Hermann Knapp, Erich Langwiesner und Martina Sens präsentierten ihre Texte mit musikalischer Begleitung eines Jungensembles der Landesmusikschule Ried.
Am 26. September 2025 fand die gemeinsame Lesung mit dem ZZI - Zentrum der zeitgemäßen Initiativen in Linz statt. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Organisator Damir Saračević.
Neben anderen Lesenden war der AutorInnenkreis Linz durch Damir Saračević, Stephen Sokoloff, Nina Altmüller, Claudia Taller und Renate Perfahl vertreten.
Den musikalischen Rahmen gestaltete Uros Antic.
Im Rahmen der kleinen, aber feinen Junilesung in der
Tummelplatz Galerie in Linz behandelten Ilse Bachl, Hans Naderhirn, Sarah Pfaffeneder und Sandra Schopf ein vielfältiges Spektrum von Themen, das von Buchübersetzungen und Bergwelten, über Gedichte mit Mehrwert und autobiographischen Erzählungen bis hin zu generationenübergreifenden Gedanken zum Frausein reichte.
Musikalisch umrahmt von zwei Klangmeisterinnen der Musikband YUMAMA, fand die Veranstaltung ihren Ausklang in einem anregenden Meinungsaustausch.
Im Mai wurde in der Galerie Halle in Linz Erlesenes zu Gehör gebracht von Susanne Huber, Hermann Knapp, Thomas Schlager-Weidinger und Britta Srb.
Begleitet wurden sie von Marcus Wall auf der Violine.
Bei der Frühlingslesung im Cinematograph, die vom Kulturverein Caligari ausgerichtet wurde, nahmen die Autorinnen Christine Altmüller, Brigitta Huemer und Martina Sens sowie der Autor Stephen Sokoloff die „Aprilwetterlage“ unter die Lupe. Für musikalischen Schwung sorgten die Musikerinnen der Musikband JUMAMA.
Bei der Lesung zum Weltfrauentag im Cafè Traxlmayr in Linz präsentierten die Autorinnen Ilse Bachl, Claudia Taller, Christine Altmüller und Renate Perfahl ihre Texte und wurden dabei in bewährter Weise von der Saxophonvirtuosin Evelyne Leeb musikalisch umrahmt.
Bei der Valentinstagslesung mit Sekt und Blumen am 13. Februar 2025 im Stifterhaus Linz lasen Ursula Hirtl, Susanne Huber, Ortwin Teibert und Erich Langwiesner.
Für die musikalische Begleitung konnte wieder Evelyne Leeb mit ihrem Saxophon gewonnen werden.
Die alljährliche Weihnachtslesung des AutorInnenkreises Linz fand heuer am 12. Dezember 2024 unter dem Motto „Es wird scho glei dumpa“ statt. Der Cinematograph war leider nicht verfügbar, so wurde die Lesung nach Alturfahr ins stimmige Fischerhäusl verlegt.
Hermann Knapp, Erich Josef Langwiesner, Hans Naderhirn und Sandra Schopf gaben Witzig-Urig-Besinnliches aus eigener Mundartfeder zum Besten, musikalisch perfekt untermalt von den zwei wilden Jodelweibern "Las Jodelilas".
Bildquelle: www.fischerhäusl.com
Die Lesung im Kulturcafè Smaragd in Linz am 14. November 2024 gestalteten Christine Altmüller, Hermann Knapp, Hans Naderhirn und Ernst Schmidhofer.
Sie wurden von zwei Musikerinnen der Trommelband YUMAMA musikalisch begleitet.
Bei der Lesung am 30. Oktober 2024 im Cafè Traxlmayr in Linz präsentierten die AutorInnen Ilse Bachl, Ursula Hirtl, Günther Giselher Krenner und Britta Srb einen Auszug aus Ihren Werken.
Für die musikalische Begleitung sorgten Isaac Knapp und Jana Hehenberger.
Die Stifterhaus-Lesung zum Thema "Hatten wir die Wahl?" am 17. Oktober 2024 wartete mit ergreifenden und tiefgründigen Beiträgen auf, die zum Nachdenken anregten. Die professionelle und einfühlsame Einführung übernahm Stefan Köglberger, Nachfolger von Frau Pinter. Obmann Erich Josef Langwiesner wurde von Thomas Schlager Weidinger als Moderator würdevoll vertreten. Musikalische Begleitung wie immer bravourös mit Evelyne Leeb am Saxophon.
Bei der Lesung im ZZI - Zentrum der zeitgemäßen Initiativen am 27. September 2024 in Linz lasen u.a. Christine Altmüller, Ilse Bachl, Renate Perfahl, Damir Saracevic und Stephen Sokoloff. Musikalisch begeisterte Uros Antic auf seinem Akkordeon.
Gemeinsame Lesung mit dem ZZI in Bad Ischl im Sommer:
Lesung „Ausblick“ in der Stiftervilla in Kirchschlag
am 5. Mai 2024:
Bei der gut besuchten Lesung im Cafè Traxlmayr in Linz am 17. April 2024 präsentierten vier Mitglieder des AutorInnenkreises Texte ihrer LieblingsautorInnen und deren Biographie.
Ernst Schmidhofer erzählte aus dem Lebenswerk des berühmten Ernest Hemingway, Renate Perfahl schilderte das schwierige Schriftstellerdasein von Erich Kästner zur Zeit des Zweiten Weltkriegs, Claudia Taller gab Einblicke in die komplexe Persönlichkeit der Ingeborg Bachmann und Sandra Schopf stellte mit Sobonfu Somé eine eher unbekannte Schriftstellerin aus Burkina Faso vor.
Victoria Wall sorgte mit ihrem Cello wieder für den gebührenden musikalischen Rahmen.
Lesung im 20gerhaus zum Thema "Respekt"
Sonntag 10. März, 10:00 Uhr
Im Frauenmonat März präsentierte der Linzer AutorInnenkreis auch heuer wieder aktuelle ausgewählte Texte im 20gerhaus.
Die 4 Autorinnen - Brigitta Huemer, Ilse Bachl, Susanne Huber und Martina Sens - reflektierten über das Frausein, in einer immer mehr von Unsicherheit bedrohten Gesellschaft. Bewegend, kritisch, humorvoll, persönlich, unter die Haut gehend - jede mit dem ihr eigenen Blick darauf.
Bei Kipferl und Kaffee wurde Erhellendes, Tiefsinniges, Spannendes und Experimentelles in Form von Prosa und Lyrik zum Besten gegeben.
Weitere Infos auf: www.20gerhaus.at
Am 12. Februar 2024 fand im Stifterhaus in Linz unsere alljährliche "Valentinstagslesung" statt.
Es lasen Nina Altmüller, Erich Langwiesner, Damir Saracevic und Ortwin Teibert.
Für die musikalische Begleitung konnte wieder Victoria Wall am Cello gewonnen werden.
Lesung im Café Traxlmayr in Linz
am 6. Dezember 2023:
Lesung im Cultur Café Smaragd in Linz
im November 2023:
Lesung "Männlichkeit" im Stifterhaus Linz
am 2. Oktober 2023:
Lesung in Kooperation mit dem ZZI Linz
am 29. September 2023:
Lesung „Frühsommer“ im Café Traxlmayr in Linz am 24. Mai 2023:
Gemeinschaftsfoto zur Lesung "Frühsommer" im Café Traxlmayr in Linz (von links nach rechts): Thomas Schlager-Weidinger, Christine Schmidhofer, Claudia Taller, Sandra Schopf, Obmann Erich Josef Langwiesner und Saxophonistin Evelyne Leeb
Lesung „Locus iste - Bruckner und Stifter" in der Stiftervilla in Kirchschlag am 16. April 2023:
Gemeinschaftsfoto zur Lesung "Locus Iste" in der Stiftervilla, Kirchschlag (von links nach rechts): Hans Naderhirn, Evelyne Leeb, Gerhard Pauza, Stephen Sokoloff, Ilse Maria Bachl, Hermann Knapp
Lesung zum Valentinstag im Stifterhaus in Linz am 9. Februar 2023:
9.12.2022
Cinematograf, Linz: Weihnachtslesung
Lesende: Ida Leibetseder, Ilse Bachl, Gerald Sucko, Hermann Knapp
Musik: Evelyne Leeb (Saxophon)
17.11.2022
Kulturcafé Smaragd, Linz:
Lesung „solitär“
Lesende: Ilse Bachl, Hans Naderhirn, Martina Sens, Brigitta Huemer
Musik: Evelyne Leeb (Saxophon)
5.11.2022
galerie20gerhaus, Ried:
Lesung „Wider die Kälte“
Lesende: Claudia Taller, Sven Daubenmerkl, Martina Sens, Erich Langwiesner
Musik: Evelyne Leeb (Saxophon)
Am 19.10.2022 im Café Traxlmayr, Linz:
Lesung „kühlen“
Es lasen: Christine Schmidhofer, Stephen Sokoloff, Günther Giselher Krenner, Ursula Hirtl
Musik: Evelyne Leeb (Saxophon)
Am 13.10.2022 im Stifterhaus Linz:
Herbstlesung „umblättern“
Es lasen: Thomas Schlager Weidinger, Josef Kienesberger,Gerhard Pauza, Sven Daubenmerkl
Musik: Vici Wall (Cello)
Am 18. Mai 2022 bei der Lesung des AutorInnenkreises Linz im Café Traxlmayr war's „hitzig“!
Die Welt gleicht zurzeit einem Druckkochtopf und man fragt sich, wann er explodiert. Dass es hitzig zugeht, dafür sorgen der Ukraine-Krieg, die politischen Scharmützel in Österreich, die Pandemie sowieso und ganz real und schon hautnah spürbar natürlich der Klimawandel.
Was liegt also näher als „hitzig“ zum Thema einer Lesung zu machen. Zwei Autorinnen und zwei Autoren haben sich auf die Spur all dessen gesetzt, was die Menschen derzeit emotional so aufheizt - die kleinen, ganz persönlichen Dramen, das Wetter, die anderen Autofahrer und das große fast schon absurde Weltgeschehen.
Worauf sie dabei gestoßen sind, präsentierten Christine Roiter, Claudia Taller, Paul Jaeg und Hermann Knapp am Mittwoch, 18. Mai, um 19.30 Uhr im Café Traxlmayr.
Das passende "fade out" gestaltete Paul Jaeg auf seiner Knopfharmonika.
Am Sonntag, den 24. April 2022 fand um 18 Uhr unsere Lesung in der Stiftervilla in Kirchschlag statt.
Es lasen Ilse Bachl, Martina Sens, Hans Naderhirn und Ortwin Teibert zum Thema "Zauberberg".
Im März 2022 veröffentlichte der AutorInnenkreis Linz mit seinen "Stimmen gegen den Krieg" seine Solidarität mit den Menschen der Ukraine:
Ilse Bachl
Kein Wasser
Kein Strom
Kein Essen
MARIUPOL
Warmwasser
Ofenhitze
Feinkost in Fülle
LINZ
Leichen in den Straßen
Massengräber
Streunende Tiere
MARIUPOL
Frühlingsduft
Meinungsfreiheit
Kinderlachen
LINZ
Mitten in Licht und Dunkel nur die Hoffnung
***
Sven Daubenmerkl
GRAB NR. 4053
(Auszug aus „WANDERN IN VERDUN“)
Vor dem Grab Nr. 4053 blieb ich stehen. Hier lag François Bertalot, 75. Infanterieregiment, gestorben am 8. August 1916. Aber woran?
Wir besuchten zum zweiten Mal den großen Soldatenfriedhof von Douaumont, der sich unterhalb des Beinhauses einen halben Kilometer nach links und rechts ausdehnte. Es gab an die 40 solcher Friedhöfe, französische, deutsche, amerikanische, aber der von Douaumont war mit 20.000 Gräbern der größte. Da er im Zentrum des ehemaligen Schlachtfeldes lag, war er die meistbesuchte und gepflegteste Anlage. Wegen seiner Ausmaße beschlossen wir, den Friedhof getrennt zu erkunden.
Die Grabreihen mit den weißen Kreuzen waren durchgehend mit Rosenstöcken bepflanzt, die natürlich so früh im Jahr noch nicht ausgetrieben hatten. Mir fiel auf, dass es keine Unterschiede nach dem militärischen Rang der Toten gab, gemeiner Soldat lag neben Offizier – eine Praxis, die in anderen Staaten keineswegs üblich gewesen ist. Die Gräber waren in riesige quadratische Blöcke eingeteilt. In der Mitte des Friedhofes war eine freie Rasenfläche, deutlich größer als ein Fußballfeld, darin ragte ein Fahnenmast mit der Trikolore auf.
Ich hatte mir vorgenommen, zumindest eine ganze Reihe abzuschreiten und die Namen, die auf den Grabkreuzen standen, laut vorzulesen. Aber nach nicht ganz einer Viertelstunde gab ich dieses Vorhaben auf. Es waren zu viele. Vor Bertalots Grab blieb ich also stehen. Hier begegnete der Lebende dem Toten.
Wie war er gestorben? Es gab eine Unzahl an Möglichkeiten: Die Kugel eines Scharfschützen mitten ins Herz. Der Stoß eines Bajonetts zwischen die Rippen. Das Ersticken in einem getroffenen Unterstand. Die Garbe eines Maschinengewehrs. Das Ertrinken nach einem Sturz in den Tümpel am Grund eines Granattrichters. Das Verheddern im Stacheldrahtverhau. Die Glut eines Flammenwerfers. Das Erschossenwerden wegen Feigheit vor dem Feinde. Die Splitter einer Handgranate. Das Verbluten nach einem Bauchschuss. Das ätzende Gas in den Lungen. Das Versagen eines überlasteten Chirurgen. Der Schlag mit einer Schaufelkante im Nahkampf. Das Verschüttetwerden durch Artilleriebeschuss. Die Explosion einer Mine. Die Ansteckung mit einer Krankheit, Typhus, Ruhr. Die von Hand aus einem Doppeldecker abgeworfene Bombe. Das Erfrieren im Winter. Das Verdursten im Sommer. Der Selbstmord aus Verzweiflung. Und die häufigste Todesursache: das Zerfetztwerden durch einen Granatsplitter.
Ich werde nie erfahren, woran François Bertalot gestorben ist. Ich werde nicht wissen, ob er schnell und gnädig starb oder elend und jämmerlich verreckte. Ob er Zeit hatte um zu beten. Ob er Gott, der all das zuließ, verfluchte. Und ob er, so wie die meisten Soldaten, im Angesicht des Todes nach seiner Mama schluchzte.
***
Josef Kienesberger
Der Spiegel kippt
Morsch mahlen Windräder im Dämmerdunst, die
Krumen des Technozäns sind w i r.
Nukulus gafft geifernd uns Kehrseiten nach,
Panta rhei – von wegen, dörrt es und knarzt es und hält uns wach.
Fossilien zerkugeln sich in Blitzlichterschatten.
Siech thront die bekränzte Wahrheit:
Die Massenflucht ins Flackerlicht. Und Ideale, fragst du?
Ja, die sind im Sand - in seltenen Erden.
Streif ab und kehr’ sie unter die Kredenz!
Abscheu, Gier – schau, schau! Die bandeln an!
Am Boden die Tatsachen. Und du?
Kniest daneben und langst wieder danach.
Den Staub schiebst du beiseite, verliebt scheint sein fahles Gesicht
Und du bist verwundert:
Kriegshämmerdunst wabert aus der Steckdose?
Am Ende des Stahlrohrs sind noch Ressourcen, nicht?
JA DER KRIEG, ABER WO BITTE SONST?
Ich muss doch wo laden. VERSTEHST DU NICHT?!
Energieabnehmerwechsel - wenn es eine Wahl gäbe.
***
Hermann Knapp
Kinder
Kinder sollen lachen
sollen singen
sollen spielen
sollen tanzen
sollen lieben
sollen leben
Kinder sollen nicht
in Luftschutzkellern sitzen
zitternd vor Angst
Krieg
Wie schnell er wohl vorbei wäre,
wenn die Politiker,
die ihn beginnen,
an vorderster Front
stehen müssten
Erkenntnis
Gier
Neid
Hass
Krieg
Umweltzerstörung
Sage keiner mehr,
dass es auf der Erde
intelligentes Leben gibt!
Kanonenfutter
Wenn wir schon Kanonen
füttern müssen,
warum dann mit Soldaten
und nicht mit jenen,
die sie bauen lassen?
Aug in Aug
Raketen und Bomben
morden anonym
Wie viel schwerer wäre es,
wenn die Täter
ihren Opfern
in die Augen sehen müssten?
Dritter Weltkrieg
Positiv gesehen
brauchen wir dann
keine Angst mehr
vor den Langzeitfolgen
des Klimawandels
haben
Kriegslogik
Es brach ein Streit aus zwischen der Erde und dem Mond.
„Meere sind voll Wasser“, behaupteten die Menschen.
„Meere sind voll Staub“, widersprach der Mann im Mond.
Jede Seite proklamierte ihre Position als letztgültige Wahrheit.
Darum erklärten sie sich den Krieg.
Die Menschen füllten Raketen mit Wasser
und schossen sie auf die Meere am Mond.
Der Mann im Mond schickte Herden von Mondkälbern,
die waren beladen mit Säcken voll Staub
und sie entleerten sie über den Meeren der Erde.
Und als der Krieg zu Ende war,
da waren die Meere am Mond voll Wasser
und die Meere auf der Erde waren voll Staub.
Da brach ein Streit aus zwischen der Erde und dem Mond.
Grund dafür war das Meerprinzip.
„Meere sind voll Staub“, behaupteten die Menschen jetzt.
„Meere sind voll Wasser“, widersprach nun der Mann im Mond.
Jede Seite proklamierte ihre Position als letztgültige Wahrheit.
Darum erklärten sie sich den Krieg …
***
Erich Josef Langwiesner
Obmann des AutorINNENkreises Linz/O.Ö.
aus "z'kriagt'."
largo
das un
berechenbare
verfolgt in
wie uns
sich so
zu verrückt
zerstörerisch
stem dem
ejl. 022
legato
nächte wirre
grauens mords
schlaf gebären
starr tage
ejl. 022
presto
krank der
psychen
auswurf
worein
absonderungen
paradigmen
die so
lebendig
ejl. 022
demokratie ist der
schlüssel zur
menschlichkeit
krieg der code zu
unmenschlichster
entäusserung
ejl. 022
enquete
wem noch
ist's zuzumuten
länder zu
führen deren
geistige wie
psychische
grundsubstanz
kapitalraffung
konsum
verschwendung
konsens
verweigerung
oberflächenschein
physisch wie
trashig
dem ein regieren
von menschen
zuzutraun kaum mehr warum
*
während nichts
weniger zuzugeben
als sozietäten zu
erhalten all jener
tiefgang wie
persönlich
aura
verströmung
wert
akzeptanz
willens
konzentration
wahrheits
bekennen
glücksauf
geschlossen
handelnd wie
tatenlos
jedes unser er
fahren
von signifikanz um
zuzulassen mehr
sein wieso
***
Hans Naderhirn
MAKE LOVE NOT WAR
LIEBE STATT KRIEG – FAITES L´ AMOUR PAS LE GUERRE – FATE L´ AMORE, NON FATE LA GUERRA – VODI LJUBAV A NE RAT – KOCHAJCIE SIE ZAMIAST CZYNIC WOJNE – ALSKA, INTE KRIGA – RAKASTAKAA älkää SOTICO – THEKE ARMASTUST, MITTE SODA – HAZ EL MAKE LOVE NOT WAR – LIEBE STATT KRIEG – FAITES L´ AMOR PAS LE GUERRE - FATE AMOR Y NO LA GUERRA
***
Renate Perfahl
Gedanken zum Krieg
Strahlend blauer Himmel, Frühling liegt in der Luft, sanfte Sonnenstrahlen auf meiner Haut, Vogelgezwitscher…..und doch ist KRIEG
Die Natur bleibt unbeeindruckt, geht ihrer Bestimmung nach, den Lebenskreislauf unermüdlich zu erneuern, mit Leben und Nahrung zu erfüllen.
Unter strahlend blauem Himmel von Bomben zerstörte Häuser, Schutt und Asche ersticken jedes Leben, verzweifelte Suche nach Überlebenden,
….heute leben wir noch in Frieden und Fülle, sorgen uns um unwichtige Kleinigkeiten, aber wie schnell ändern sich die Prioritäten….das Unvorstellbare wurde Wirklichkeit, für so viele Menschen geht es nur mehr ums Überleben und die Verteidigung der Freiheit ihres Landes, ihrer Heimat, ihrer Familie, der Menschenrechte.
Schutzlos auf der Flucht, Sirenen, Schüsse, Explosionen, vor Angst geweitete Augen der Kinder und wir können sie nicht mehr schützen….geboren in Luftschutzkellern, gesund das ersehnte Kind, aber in welche Zukunft hineingeboren? Dankbar für jede Stunde des Überlebens, auf ein Wunder hoffend, dass die LIEBE zum Weiterleben genügt.
Wir kennen die Gräuel des Krieges nur aus den Erzählungen unserer Eltern und Großeltern, „Nie wieder Krieg“, und „Give peace a chance“ haben wir gesungen, gegen den Vietnamkrieg demonstriert und mit Entsetzen die verheerenden Bilder der Atombombe gesehen. Die ersten Menschen auf den Mond begleitet, eine bemannte Raumstation im Weltall gebaut, jede Menge technischen Fortschritt für Globalisierung und Digitalisierung erreicht. Ja, es hat sich viel bewegt. Wir hatten die große Chance uns unbeschwert und frei zu entwickeln. Was haben wir daraus gemacht?
Aber das Wichtigste konnte nach wie vor nicht realisiert werden. Profitgier, Egoismus und reines Machtstreben verhindern eine friedliche Welt, um ohne Hunger und in Frieden leben zu können. Ohne Maß und Ziel wurde ganz bewusst natürlicher Lebensraum vernichtet, die Umwelt zerstört, die Luft verpestet. Gerade erst haben die Menschen begonnen, umzudenken, Klimaziele geschaffen und nun rückt alles wieder in weite Ferne.
Ist es zu spät, die Welt für unsere Kinder bewohnbar zu erhalten? Müssen wirklich erst Millionen von Menschen sterben, damit sich die Welt erholen kann?
Müsste es nicht oberste Priorität der Regierungen sein, die Vielfalt der politischen Parteien, die Vielfalt des Wissens und der Kulturen zusammen zu legen, um für alle Menschen im Staat den optimalen Nutzen zu erzielen?
Nein, es gibt immer Kräfte, die rein populistisch, berechnend handeln und andere daran hindern auch nur irgendetwas wirklich Sinnvolles zustande zu bringen, nur um Wählerstimmen zu beeinflussen. Viele Politiker versuchen mit großem Einsatz etwas zu bewegen und werden dafür auch noch beschimpft, verspottet und bedroht. Es ist eine Schande! Muss es denn wirklich erst Krieg geben, damit die Staaten aus Angst zusammenrücken und zu einer einheitlichen Meinung und Vorgehensweise fähig sind?
Was muss denn noch alles passieren?
Jeder Einzelne von uns sollte sich hinterfragen, was er bereit ist beizutragen. Natürlich bringt das Verzicht und auch unangenehme Veränderungen mit sich.
Aber das Wichtigste ist, nicht nur seine eigenen Interessen zu verfolgen, sondern empathisch und allumfassend die Situation zu sehen, über den eigenen Tellerrand zu blicken was das denn für ALLE bewirkt und welche folgen mein Handeln nach sich zieht. Verantwortungsbewusst und wach zu agieren.
Es liegt auch in unserer Hand……
–
Völlig unvorbereitet aus dem Alltag gerissen
Zerstörung und Tod kamen über Nacht
Das Unfassbare konnte niemand wissen,
welche Ziele verfolgt diese grausame Macht?
Keiner hätte es je für möglich gehalten,
über alle Regeln hinweggesetzt
wenn gewissenlose Mächte walten
werden alle Rechte verletzt.
Bomben zerstören ihr Hab und Gut.
Aufgerissene Wohnhäuser, Räume…
Woher kommt nur diese tödliche Wut?
Wo sind die Kinder und ihre zurück gelassenen Träume.
Gestern noch spielten sie, lachten,
heute liegen sie kalt am Asphalt
schmiedeten Pläne, an eine Zukunft dachten,
zunichte gemacht mit roher Gewalt.
Wo sind die Blumen und blühenden Wiesen?
Es sollte doch Frühling sein!
Bedrohliche Schatten so groß wie Riesen,
hüllen alles in Rauch und Asche ein.
Wie schlagen wir eine Brücke zurück zum Frieden?
Wie das Rad rückwärts drehen?
Gebt euch die Hände, keiner kann siegen,
dann werdet ihr wieder lachende Kinder sehen…..
***
Damir Saracevic
FRIEDEN
Frieden in Frieden,
Frieden in der Welt,
Frieden im Weltall.
Aus der Quelle des Friedens
bis zum Ort der Versöhnung
das Gute duftet.
Friedensstifter
in Frieden
zufrieden.
***
Nina Schmidhofer
vom richtigen zeitpunkt
Es ist zeit -
für versöhnung
es ist genug -
mit streit, kampf, wut,
rechthaberei und kleingeistigkeit
es reicht –
mit dem beleidigt sein, dem selbstmitleid
geht den ersten schritt
seid großzügig
erinnert euch, dass ihr auch nicht perfekt seid
reicht euch die hände -
und zeigt der welt,
dass es noch menschen gibt
Engagement
Wir wollen keine politische Partei gründen
Und auch keine Organisation.
Aber wir können durch unser Tun
Mehr verändern als wir glauben.
Vor allem aber durch das Vorbild,
Das wir sein können,
Wenn wir das was wir tun
Mit Liebe tun
***
Sandra Schopf
die geschichte von krieg und frieden
was vermeintlich überholt
und sich dennoch wiederholt
ist nie überholt
und auch nicht
weit hergeholt
und wenn wir nicht
vorsichtig
umsichtig
rücksichtig
und doch
nachsichtig
vorbildlich
großzügig
sind
im großen wie im kleinen
holt es uns alle ein
irgendwann
***
Martina Sens
freiheit
freiheit
reicht
im
endeffekt
doch
eingeschränkte
nicht
waffen
waffen
stiften niemals
frieden
die sie verkaufen
meucheln
die sie liefern
heucheln
waffen
stiften niemals
frieden
Give peace a chance
G ewährt
I mmer
V ielfalt
E inzug
P robleme
E nden
A ber
C haos
E ntsteht
A berwitz
C hancen
H elfen
A usnahmslos
N icht-kriegerisch
C amouflage
E ntartet
Am Montag, den 14. Februar 2022 fand um 19.30 Uhr die alljährliche Valentinstagslesung des AutorInnenkreises Linz im Stifterhaus statt.
Es lasen: Sandra Schopf, Stephen Sokoloff, Renate Perfahl und - in Vertretung von Hermann Knapp - Ursula Hirtl.
Ein Replay der Lesung finden Sie auf dorf.tv unter folgendem Link:
https://www.dorftv.at/video/37074
StifterHaus, 7. Oktober 2021
Lesung mit: Josef Kienesberger, Christine Roiter, Ursula Hirtl, Erich Josef Langwiesner
Moderation: Erich Josef Langwiesner
Anlässlich des Weltfrauentages 2021 gestalteten die drei Autorinnen Christine Schmidhofer, Martina Sens und Renate Perfahl Video-Beiträge zum Thema Frauen, die aus Platzgründen hier nicht angeführt werden können. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die Autorinnen.
Da uns heuer durch die Schutzmaßnahmen einige unserer öffentlichen Gemeinschaftslesungen abgesagt wurden, möchte ich unseren Autorinnen und Autoren die Möglichkeit geben, kleine Teile ihrer Texte in diesem gemeinsamen "Literarischen Adventkalender" zu veröffentlichen und sie so auch interessiertem Puplikum zugänglich zu machen. Mit Lyrik, Prosa und kleinen Videos gestalten wir so gemeinsam eine öffentliche Lesung zum Advent 2020. In einem "Literarischen Adventkalender".
Der gesamte "Literarische Adventkalender"
kann im Blog nachgelesen und betrachtet werden...
27. 09. 2019, 19 Uhr, Pur Vida:
Mehrsprachige Lesung aus aller Welt
Sandra Schopf, Damir A. Saračević, Stephen Sokoloff und Martina Sens.
Musik: Ivo Truhlar
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18.10. 2019, 19 Uhr, Kulturcafé Smaragd: Lesung des Linzer AutorInnenkreises
Ilse Bachl, Thomas Schlager-Weidinger, Hermann Knapp, H.H.Hadwiger
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08.11.2019, 19.30 Uhr, Herbstlesung im Stifterhaus:
Ernst Schmid, Ida Leibetseder, Erich Josef Langwiesner, Christine Roiter
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26.11.2019, 19 Uhr, Wissensturm:
Lesung zum Internationalen Tag von Gewalt gegen Frauen
Claudia Taller, Martina Sens, Sandra Schopf, Ida Leibetseder.
Moderation: Ilse Bachl.
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13.12.2019, 19 Uhr, Weihnachtslesung Verlagsbüro Roiter
Ilse Bachl, Sven Daubenmerkl, Claudia Taller, H.H.
Der Autorinnenkreis lud zur traditionellen Adventlesung im
Schloss Ottensheim ein: Samstag, 2. Dezember 2018, um 19.30 Uhr!
Es lasen:
Stephen Sokoloff, Ida Leibetseder, Claudia Taller, Ha Ha Hadwiger und Sven Daubenmerkl
Autorinnenkreis Linz
30.11.17 19:30 Uhr - 21:00 Uhr
Herbstlesung
RENATE PERFAHL
INGEBORG RAUCHBERGER
ERNST SCHMID
JUTA TANZER
Musikalische Gestaltung:
Victoria Wall, Cello und Johanna Wall, Violine
RENATE PERFAHL, geboren 1954, lebt in Linz. Veröffentlichung der Bildbände: „Café Traxlmayr”, Geschichte und Geschichten um das traditionsreiche Linzer Kaffeehaus, 1997; „Felix, ein
Traunseeschwan”, (Der Höckerschwan, Cygnus Olor) 2003; „Wurzeln. Aus der Geschichte des Salzkammergutes”, 2008.
INGEBORG RAUCHBERGER, hat als Juristin Verhandlungen in aller Welt geführt und arbeitet nun als Verhandlungstrainerin, Vortragende und Autorin. Verfasserin der
Erfolgstitels „Schlagfertig war gestern”, Börsenmedienverlag. Als Sophia Scheer stellt die begeisterte Linzerin ihre Heimat in den Mittelpunkt origineller Krimis.
ERNST SCHMID, geboren 1958 in Jenbach/Tirol, Kindheit und Jugend in Schärding. Ausbildung zum Hauptschullehrer in Linz. Wohnsitz Linz. Schreibt Lyrik und Prosa wie
„Schattenernte” Gedichte, Kriminalromane wie „Kein Weg zurück”, „Das Himmelreich geht in die Luft”.
JUTA TANZER, geboren 1957 in Linz, Kindheit in Rohrbach, verwitwet, 2 Kinder.
Diplompädagogin in Steyr, Mag. Art. Schulbibliothekarin.
Lesung mit
Hermann Knapp
Erich Josef Langwiesner
Nina Roiter
Damir A. Saračević
Martina Sens
Claudia Taller
Der Linzer AutorInnenkreis feierte im Vorjahr sein 60-Jähriges Gründungsjubiläum.
Ein guter Anlass, um mit einer Anthologie wieder einmal Einblick in die Vielfalt des literarischen Schaffens der Mitglieder zu geben. 17 Autorinnen und Autoren
haben sich mit Beiträgen beteiligt, wie sie unterschiedlich nicht sein könnten. Von Lyrik über Prosa bis hin zu Aphorismen reicht die Palette. Im Buch findet sich Satirisches, Kritisches,
Ernstes, Trauriges und Humorvolles. Kurz gesagt: Es spiegelt die unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten der Schreibenden und ihren Blick auf die Welt wider.
Der Linzer AutorInnenkreis wurde 1956 gegründet. Er blickt demnach auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurück, die sowohl durch die Mitglieder als auch von
den historischen und sozialen Gegebenheiten geprägt war und ist. Immer stand aber die Freiheit des Wortes im Mittelpunkt. Diese Tradition wirkt auch heute noch belebend, inspirierend und
bereichernd.
Der AutorInnenkreis war und ist unpolitisch (im Sinne von Parteipolitik) aber nicht unkritisch. In ihren Texten nehmen die Autorinnen und Autoren durchaus immer
wieder zu aktuellen gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen in Österreich und der Welt Stellung.
Der Linzer AutorInnenkreis ist offen für neue Mitglieder. Er will der Chronistin ebenso eine Heimat bieten wie dem Experimentellen, der Dialektdichterin ebenso wie
dem Romancier. Aber auch der Krimischreiberin, dem Märchenerzähler und natürlich dem Lyriker und der Lyrikerin. Anders ausgedrückt: Willkommen sind alle, die an die Kraft des Wortes
glauben.
PRAMET. Vier namhafte Autoren des Linzer AutorInnenkreises lesen am Samstag, 30. September 2017, 19.30 Uhr, im Kulturhaus Stelzhamermuseum in Pramet. Die Themen: Heimat und Mundart. Für Literatur und Musik sorgt an diesem Abend Paul Jaeg aus Gosau. Er ist Autor, Musiker, Verleger. Er malt und komponiert und ist in fast allen Kunstsparten sehr umtriebig. Er wird an diesem Abend nicht nur aus seinen Büchern lesen sondern ihn auch mit Zither und Knopfharmonika musikalisch aufmischen.
Der Präsident des Linzer AutorInnenkreises, Erich Josef Langwiesner, wird an diesem Abend Mundarttexte lesen. Erich Josef Langwiesner lebt in Gmunden und ist vielen
bekannt – war er doch 47 Jahre als Schauspieler tätig, davon viele Jahre am Landestheater in Linz. Martina Sens, Autorin und Wirbelsäulentherapeutin aus Pramet, kommt aus Deutschland und lebt
seit 26 Jahren in Österreich. Ihr Blickwinkell auf Heimat ist naturgemäß ein wenig anders. Die letzte im Bunde ist Christine Roiter aus Linz. Wie Paul Jaeg leitet auch sie einen eigenen Verlag.
Sie arbeitet für die Österreichische Historienkommission, ist Autorin und Lektorin.
Der Linzer AutorInnenkreis, der seit 1956 besteht, ist zwar die älteste Autorenvereinigung Oberösterreichs, aber ein im Spirit jung gebliebener Verein – alt an Jahren, aber nicht altmodisch in seinem Handeln. Sowohl den Texten der Mitglieder als auch deren Präsentationen sind keinerlei Grenzen gesetzt. Die Vereinigung steht für das Spiel mit der Sprache und mit Worten, die für sich alleine stehen können und nichts als sich selbst brauchen.